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Die Kunst [in] der Zahntechnik

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Nun wurde schon einiges über Farbe und Form bei der Zahngestaltung erzählt. An dieser Stelle gehen wir jedoch nochmals zurück in einen anderen Bereich. Der Bildhauer und Maler Michelangelo Buonarroti (1475-1564) hat seine Menschen aus weißem Marmor geschlagen und sie sprühen förmlich vor Lebendigkeit. Wo liegt das Geheimnis in seinem einzigartigem „Schaffen“? Ja – er war ein begnadeter Künstler, aber auch dahinter steckt eine Geschichte, ein Leben. Schauen wir uns als Beispiel die Entstehung des „David“ an und versuchen dabei einfach die parallelen zu unserem täglichen Schaffen in der Zahntechnik mitschwingen zu lassen. Wir erkennen dabei sehr schnell, dass die dazwischen liegende Zeitspanne von über 500 Jahren viele Veränderungen hervorgebracht hat, doch andererseits haben sich viele Dinge eben nicht verändert und sind somit heute noch gültig. Es gab damals schon das Problem, immer wieder neue Auftraggeber zu finden um das Einkommen sicherzustellen. Eine zweite Eigenschaft ist die Kon...

Zahnformen und ihre Individualität | Teil 3

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Geht es beim einzelnen Zahn darum, eine möglichst gute Kopie zu erreichen, so wird es bei größeren Rekonstruktionen schon etwas schwieriger, denn auch hier wird ein Vorbild (eine Idee, eine Skizze) benötigt, um einen funktionell ästhetischen Zahnersatz zu erstellen. Zusätzlich zu den Fähigkeiten die wir nur über mehrere Jahre intensiven Arbeitens an uns selbst erreichen, ist auch das persönliche Wachstum wichtig. Und auch dieses braucht seine Zeit. Jeder muss erst erfahren und spüren welche Rolle in seinem Leben die Richtige ist. „Der Mensch muss mit sich selbst erst ein wenig fertig werden“! Und mit einer gewissen Portion Reife, ist oftmals das Quantum an Einfühlungsvermögen vorhanden, um gerade bei großen, umfangreichen Restaurationen „zwischen den Zeilen“ zu arbeiten.

Zahnformen und ihre Individualität | Teil 2

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Pablo Picasso schafft es oft mit nahezu nur einer fortlaufenden Linie eine glasklare Aussage zu treffen. Auch weitere Künstler wie Egon Schiele, Wassily Kandinsky oder Juan Miro schaffen es durch die klare, gezielte und reduzierte Einsetzung der Formen einen einzigartigen Ausdruck in ihr kreatives Schaffen zu bringen. Ob in der Kunst oder auch in der Architektur oder anderen gestalterischen Berufen, meist beginnt alles mit einer Skizze. Diese Skizzen sind meist von immenser Aussagekraft und prägnantem Inhalt. Für uns als Zahntechniker sollte diese Vorgehensweise inspirierend sein und uns verdeutlichen wie wichtig der systematische Aufbau ist. Eine Skizze, ein „Wax-up“ oder andere Vorgehensweisen geben uns ein klares Bild von dem was wir erreichen wollen oder dienen zum Wachsen einer Idee. Wesentlichen Grundparameter werden uns aufgezeigt.  

Zahnformen und ihre Individualität

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Durch die Wechselwirkung von konkaven und konvexen Flächen und den daraus entstehenden Fissuren und Leisten bekommt jeder Zahn sein einzigartiges Erscheinungsbild. Dieses wird dann auch noch untermalt durch die Oberflächenstruktur / -textur, welche für das Lichtreflektionsverhalten und somit auch für die optische Wirkung verantwortlich ist. Ganz entscheidend für die Wirkung einer Zahnform ist auch die relative (sichtbare) Zahnlänge, welche durch den Gingivaverlauf beeinflusst wird. Das gesunde, vitale Aussehen der Gingiva trägt in starkem Masse zu einer natürlichen und ästhetischen Ausstrahlung der Rekonstruktionen bei. Zahnformen werden rekonstruiert durch die Studie von Nachbarzähnen, Gegenzähne und Situationsmodelle. Nur das direkte Kopieren des natürlichen Vorbilds, gibt uns die Möglichkeit dem Original sehr nahe zu kommen. Als Basis für jegliches Kopieren ist das Erkennen der Grundform der erste Schritt. Bei der Nachgestaltung der Grundform spielen die Proportionen der einzelnen ...

Die Zahnform ...und ihre funktionelle Bedeutung

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Betrachten wir die unerschöpfliche Formenvielfalt, welche uns die Natur offenbart, so erkennen wir beim genauen Untersuchen, das sehr oft aus der Form funktionelle Gesichtspunkte (Gegebenheiten) abzuleiten sind. Besser ausgedrückt bedeutet das: „Die Form ergibt sich aus der Funktion“ (*form follows function*). Für die Zahntechnik bedeutet diese Aussage, dass der einzelne Zahn geprägt ist von seiner individuellen Form und diese ergibt sich u.a. aus den funktionellen Anforderungen die an ihn gestellt werden. Oftmals beobachtet man das die Funktion der Zähne sehr reduziert, dass heißt eingeschränkt auf die Zerkleinerung von Nahrung gesehen wird. Sicherlich ist dieses eine Hauptaufgabe der Zähne, jedoch wissen wir auch von der Komplexität des menschlichen Körpers und dem Ineinandergreifen verschiedener Systeme. Um einige Beispiel von weiteren Aufgaben zu nennen, möchte ich an dieser Stelle einfach an die Phonetik (Lautbildung) und an die Ästhetik (Stützung der Mundpartie und der Gesam...

Die Farbenlehre für Zahntechnik und Zahnmedizin

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Die Farbenlehre ist ein sehr umfangreiches Thema. Hier muss man sehr genau differenzieren in welchem Einsatzgebiet welches spezielle Wissen zum Thema Farbe aufgearbeitet werden muss. Eine der interessantesten und umfangreichsten Informationen konnte man bereits schon vor vielen Jahren in den Aufarbeitungen von Makoto Yamamoto nachlesen. Sowohl sein Buch "Metallkeramik - Prinzipien und Methoden von Makoto Yamamoto" wie auch zahlreiche spätere Publikationen (auch in Zusammenhang mit der Firma SHOFU) haben sich ausgiebig mit der Farbenlehre im dentalen Bereich befasst. Sowohl das Shofu-System, wie auch der weiterentwickelte Vita 3D Farbring geben dem Anwender ein sehr schlüssiges Konzept bezüglich der Farblehre und dem Verständnis um die Wirkung von Farben mit an die Hand. Um die gewonnenen Erkenntnisse nun auch naturgetreu Umsetzen zu können gibt es einige gute Keramikmassen. Nahezu jedes moderne Keramiksortiment bietet viele Effektmassen an, um dem Zahntechniker die Möglichk...

Die Farbbestimmung der Zähne im zahntechnischem Labor

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Um eine Zahnfarbenbestimmung im zahntechnischem Labor vorzunehmen, muss als erstes sichergestellt sein, dass der Patient in entsprechender Atmosphäre empfangen werden kann. Hierbei geht es in erster Linie darum, eine geeignete Räumlichkeit, die die Intimsphäre der Patienten bewahrt, zur Verfügung zu stellen. Gute hygienische Maßnahmen sollten selbstverständlich sein, sowie die Absprache mit dem behandelnden Zahnarzt. Nun gibt es einige Vorteile zu nennen, die für eine umfangreiche, individuelle Zahnfarbenbestimmung im Dental-Labor sprechen. Als erstes kann hier aufgeführt werden, dass die Lichtquelle, unter der die Farbbestimmung vorgenommen wurde, jederzeit für den Zahntechniker zur Verfügung steht und somit an dieser Stelle schon ein Optimum erreicht wird. Gerade bei schwierigen Zahnfarben hat der Techniker im Labor die Möglichkeit, durch eine Vielzahl von keramischen Musterplättchen (die in der Zahnarztpraxis oft nicht zur Verfügung stehen) gewisse Nuancen festzuhalten, die sich dan...